Habe nun ach, Mathematik, Theologie, Pädagogik, Psychologie, Soziologie
durchaus mit großem Bemühn studiert.
Steh nicht wie Goethe da als armer Tor.
Doch komm`n die Studienfächer mir mehr als flüssig - als überflüssig vor.
1) Über den Nutzen der Philosophie und andern Wissenschaften!
a) Keine der Erkenntnisse der Wissenschaften haben die Welt von der Historie bis zur Gegenwart frei von Kriegen gemacht. Ganz im Gegenteil, die Kriege wurden immer brutaler. Zig tausende Menschen starben in den Konzentrationslagern durch chemische Erfindungen (ZykonB) und durch physikalische Erkenntnisse von Einstein durch die beiden Abwürfe der Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki. Einstein wollte seine Erkenntnisse vernichten.
b) Gewalt gab es schon immer, im AT Kain und Abel. Aber die hatten Auge um Auge gekämpft. Andere waren durch den Zweikampf nicht betroffen. Nun heute bei illegalen Autorennen werden Unbeteiligte mit in den Tod gerissen. Ein Auto wird so als Waffe benutzt.
2) Warum ist die Philosophie aus meiner Sicht für das Leben Nutzlos?
Es sind schöne Gedankenspiele, vielleicht Utopien.
Ich nehme die Schlagworte der Französichen Revolution:
a) Égalite: Gleichheit, kein Arm und Reich, keine Macht und Unterdrückung, keine Ausbeutung - UTOPIE. Das gibt es nur auf dem Papier, in der Verfassungen. Erst nach im Tod sind alle gleich.
b) Fraternité: Die Brüderlichkeit mag in einigen kleinen Strukturen geben. Für große Staaten und für die Menschheit im Ganzen gibt es die nur im Tod.
c) Liberté: Frei von ungerechten Abhängigkeiten, die man im Leben ertragen muss wird man auch erst mit dem Tod sein.
3) Macht
Im Jahre 1789 flüchteten einige Überlebende der Meuterer auf der Bounty auf die Insel Pitcairn im Südpazifik. Bis heute leben dort ca. 40 Nachkommen. Keine Kriege, keine Machtstrukturen, keine Verkehrstoten, keine Kriminalität. Für mich sind das die HOCHKULTUREN. Mich erinnern diese kleinen Gruppen an die frühchristlichen Gemeinden, auch an Margaret Mead, die in Neuguinea etc. kleinste Dörfer und Gemeinde beschrieben hat. Macht mit all den negativen Folgen gibt es nur in Mammutgesellschaften. Und ich frage mich, warum Philosophen sich nicht die kleinen Strukturen ansehen. Der Mensch soll sich offensichtlich an die Machtstrukturen abpassen und sich den Machmenschen unterwerfen.
Bei den wenigen Einwohnern gibt es dort kein Krankenhaus. In dringenden Medizinischen Notfällen wird man mit einem Hubschrauber ins nächste Krankenhaus geflogen. Dennoch ist die Lebenserwartung relativ hoch.
4) Krieg
"Wer früher stirbt ist, ist dafür länger tot." (Ulrich Roski)
"Es gibt Leute die behaupten regelmäßiges Trinken, das sei ein langsames Sterben. Aber wer hat es damit schon eilig?" (Ulrich Roski)
Klar, sterben müssen wir alle mal. Ulrich Roski, Berliner Liedermacher ist mit nur 59 Jahren an Zungenkrebs verstorben.
Aber durch Krieg Sterben? Was hat das für einen Sinn? Wer andere Menschen im Krieg tötet, die ihm persönlich nichts getan haben, ist gewissenlos.
FAKTEN:
a) Im 2. Weltkrieg starben zwischen 8,6 und 11,4 Millionen russische Soldaten und 16 bis 18 Millionen Millionen Zivilisten. Das Mißtrauen gegenüber Deutschland ist daher verständlich.
b) Seit 1992 bis jetzt Mitte 2026 haben deutsche Soldaten an ca. 50 Auslandseinsätzen teilgenommen. Etwa 120 deutsche Soldaten mussten dabei ihr Leben lassen. Mit einer Verteidigungsarmee hat das nichts zu tun.
c) Nach zwei Weltkriegen, die Deutschland begonnen, wäre der Morgentauplan (Deutschland sollte danach ein Agrarland werden) richtig gewesen und nicht der Marshallplan, der jetzt wieder mit 100 Milliarden Euro zu einer kriegstüchtigen Bundeswehr führen.
d) Gustav Heinemann hatte sich 1953 gegen die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik ausgesprochen.
e) Alte Testament: Auge um Auge, Zahn um Zahn!
Neues Testament: Feindesliebe! (Kennt wohl kaum einer)
ANTIKRIEGSLIEDER:
- Nein. meine Söhne geb ich nicht, Reinhard Mey
- Es ist an der Zeit, Hannes Wader
- Traum vom Frieden, Hannes Wader
- Weit in der Champagne, Hannes Wader
- Sage nein, Konstantin Wecker
- Weltkrieg Nummero 1, Franz Josef Degenhardt
- Befragung eines Krirgsdienstverweigerers, Franz Josef Degenhardt
5) FRIEDEN
In der Münsterschwarzer Zeitschrift "ruf in der Zeit" vom Juli 2026 geht es um das Thema FRIEDEN.
Pater Anselm Grün schreibt: "Friede kann nicht mit Macht durchgestzt werden - auch nicht mit lauten Argumenten". Und: " Wenn wir mit dem Feind ins Gespräch kommen, ergeben sich Möglichkeiten des Friedens."
Von den politischen Eliten scheint das derzeit niemand zu wollen.
Sr. Dr. Paulina Kleinsteuber OSB schreibt: "Frieden ist mehr als gegen Krieg zu sein." Und: "Sind nicht die Kriege dieser Welt ein Spiegelbild unseres menschlichen Alltags, ein globales Austoben der vielen kleinen Unfrieden?"
Daraus lässt sich ableiten, dass die innere Bereitschaft zum Frieden von Zentraler Bedeutung ist. Friede fängt im Kleinen bei den Mitmenschen an.